Try Happiness!

Eine Burg aus Karton und Toilettenpapierrollen basteln

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 33 Sekunden

Letzten Februar sollte meine große Nichte (9 Jahre alt) zum ersten Mal ohne ihre Mama und ihren Papa zu uns nach München kommen. 800 km weg von Zuhause. Für 10 Tage. Wir waren beide aufgeregt und haben uns sehr darauf gefreut.

Ich habe vor Jahren viel mit Kindern zu tun gehabt. Als Aupair habe ich auf zwei kleine Jungs aufgepasst und war öfters auch ein paar Tage mit ihnen alleine. Also eigentlich nichts Neues für mich. Aber dieses Mal hatte ich einen ganz anderen Anspruch. Die Kleine sollte die Zeit bei Tante und Onkel cool finden! So cool, dass sie nächstes Jahr wieder kommen möchte.

Ich habe Wochen davor schon angefangen, mir Verschiedenes aufzuschreiben, was wir gemeinsam unternehmen könnten. Therme Erding und Faschingsdienstag standen da auch drauf. Und ein Ausflug auf die Zugspitze sowie ein Besuch bei einer Freundin mit einer Tochter im gleichen Alter. Und Mädels-Shoppen – natürlich mit Pizza und Eisessen und Klamotten kaufen!

Aber über 10 Tage jeden einzelnen davon etwas zu unternehmen – puhhh – das wäre am Ende doch etwas anstrengend. Daher habe ich auch verschiedene Ideen für Beschäftigungen daheim gesammelt. Unter anderem, inspiriert durch die Bastelfee Svenja, fing ich an, Klopapierollen zu sammeln. Mein Mann hat schon über mich geschmunzelt, aber solidarisch immer bei einer leeren Rolle gefragt, ob ich sie aufheben will. Am Ende hatte ich einige Rollen und gewisse andere Behälter. Ich hatte da so eine Idee, was ich aus den ganzen Kartons und Toilettenpapierrollen basteln möchte…

Die Kleine ist darauf angesprungen und an einem ausflugsfreien Tag haben wir das Wohnzimmer zur Werkstatt umfunktioniert,

um eine große Burg zu bauen

Burg aus Toilettenpapierrollen basteln Burg seitlich

Die Burg ist mehrstöckig. Die ersten zwei Stockwerke sind aus Pappkartons, die wir mit Heißkleber und einem breiten Tesaband aufeinander geklebt haben. Darauf kamen noch drei runde Stockwerke – alles irgendwelche Verpackungen, die ich aufgehoben habe: von Caro-Kaffee, von T-Shirts und von einer Küchenrolle. Das so entstandene Gebäude haben wir mit Acryl-Farbe weiß bemalt. Wir hatten dabei die Wahl zwischen weiß und lila. Wir beschlossen daher, eher eine Burg für Schneeköniginnen als eine für Milkakühe zu bauen.

Das ganze haben wir erstmal für 2 Stunden zum Trocknen in Ruhe gelassen. Währenddessen mussten die Klorollen vorbereitet werden: in jede einzelne haben wir Zinnen eingeschnitten und anschließend auch alle weiß bemalt.

Nachdem alle Teile trocken waren, haben wir die kleinen Türmchen aus den Klopapierrollen auf der Burg verteilt und ebenfalls mit Heißkleber darauf montiert.

Die blauen Fenster wurden aus buntem Bastelpapier ausgeschnitten und (wieder mit Heißkleber) an die Wände montiert. Fensterrahmen sind mit Filzstiften aufgemalt, so wie die künstlichen Steine an den Ecken des zweiten Stockwerks. Die Dekorationen über den Fenstern, sowie die Blumen auf den Türmchen am Eingang haben wir mit 3 D-Stiften gemacht. Die Kletterpflanzen sind aus Papier-Ostergras. Natürlich mit Heißkleber fest gemacht. Leider verblasst das Gras mit der Zeit. Naja, es gab halt eine Dürreperiode im Königreich.

Für das goldene Dach des höchsten Turms hat uns die Verpackung der Ferrero Rocher Goldkugel gedient. Die Fahne steckt auf einem Schaschlik-Spieß. Die Brücke und das Tor haben wir mit einem Teppichmesser aus Karton ausgeschnitten.

Auf der Seite, wo das Pferd klebt, befindet sich der Pferdestall. Auf der anderen Seite ist auch ein kleiner Eingang eingeschnitten – dort sind die Wohnräume des Königspaars. Das Haupttor der Burg lässt sich auch öffnen. Dort wurde vorübergehend der Burg-Drache untergebracht.

Die Playmobil Bewohner der Burg haben sich anscheinend darin sehr wohl gefühlt, weil sie nach einer längeren Pause im Juli (als meine Nichte wieder bei uns war) gleich wieder dort eingezogen sind.

Und unsere Prinzessin Nefret hat es anscheinend ebenfalls als würdiges Schlafplätzchen gesehen:

Burgfraeulein

 

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