Try Happiness!

Glück ist eine Entscheidung – Du willst glücklich sein? Dann sei es!

Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten, 9 Sekunden

Glück ist eine Entscheidung

Ich habe schon vor einer langen Zeit für mich herausgefunden:

Glück ist eine Sache der Entscheidung.

Viele werden jetzt sicherlich aufschreien: so ein Bullshit! Wenn man krank ist, kann man doch nicht wählen, ob man glücklich ist! Oder wenn man querschnittsgelähmt ist! Oder wenn man sein ganzes Hab und Gut verloren hat! Oder wenn man aus der Arbeit geflogen ist! Auch nicht, wenn man gemobbt wird! Wie kann man dann entscheiden, glücklich zu sein!? Wie soll ich mir denn das einreden?

Nur mal am Rande, das sind meist Totschlagargumente von Leuten, die gar nicht von diesen Schicksalsschlägen betroffen sind. Sie sind nicht querschnittsgelähmt, ausgeraubt, oder entlassen worden. Also können sie eigentlich gar nicht sagen, wie es ist. Ich auch nicht.

Ich habe allerdings bei weniger dramatischen Ereignissen gerade DAS für mich HERAUSGEFUNDEN:

Es kommt immer darauf an, ob wir uns über das ärgern, was uns fehlt oder über das freuen, was wir haben.

Und darüber KANN ICH entscheiden. Es ist sicherlich nicht so schwer, sich vorzustellen, dass einer, der immer auf das halb leere Glas schaut, ein ziemlich unzufriedenenes Leben führen muss. Was sollte mir das bringen? Was ist Wertvolles daran, ständig dem Fehlenden hinterher zu schauen und sich fertig zu machen?

Ich bin zwar nicht querschnittsgelähmt, aber ich bin schon verlassen und entlassen worden. Ich habe geliebte Menschen verloren und eines Tages mußte ich lernen, daß ich nie ein eigenes Kind haben werde, egal wie stark ich es möchte. Natürlich habe ich bei all den Schicksalsschlägen erstmal nicht gejubelt! Ich habe mich geweigert, es zu akzeptieren, habe erstmal Rotz und Wasser geheult. Nur irgendwann tauchte immer wieder die gleiche Frage in meinem Kopf auf:

und das soll jetzt darüber bestimmen, ob mein Leben glücklich ist oder nicht?

Nein, DAS wollte ich nicht!

Ich habe mich dafür entschieden, glücklich zu sein. Egal, aus welcher Richtung der Wind im Leben weht, ich richte meinen Blick auf das Positive. Na gut, ab und zu schaue ich mir auch das Negative an, aber nur dafür, um zu prüfen, ob ich es verändern kann.

Rede ich mir mein Glück ein? Ich glaube nicht, ich empfinde es ja schließlich! Und ich glaube nicht, daß man sich Gefühle einreden kann. Allerdings ist es inzwischen wissenschaftlich untersucht, dass wir Zufriedenheit künstlich erzeugen, im Gegensatz dazu aber denken, daß das etwas wäre, was gefunden werden muss! Aber wenn wir uns Zufriedenheit „einreden“ können, dann muss es mit Unzufriedenheit ja genauso gehen! Und dann erzeuge ich mir lieber künstlich Zufriedenheit als Unzufriedenheit!

Ich entscheide mich, glücklich zu sein!

Ich versuche auch von anderen zu lernen, glücklich zu leben. Suche nach Motivation, nach Beispielen, die Mut machen, die mir zeigen wie es geht.

Nach solchen wie Professor Morrie Schwartz, der plötzlich an ALS erkrankt ist. Er entschied sich, aus der Zeit, die ihm übrig bliebt, das Beste zu machen. Die ganze Geschichte hat sein ehemaliger Schüler Mitch Albom in einem Buch beschrieben. Sehr bewegend! Danach schämt man sich für jede eigene Alltagsquengelei. Ihr könnt den alten Morrie auch quasi live erleben in den Interviews, die er während seiner Krankheit gegeben hat:

Oder Nick Vujicic, der Mann ohne Arme und Beine, der inzwischen mit einer wunderschönen Frau verheiratet und Vater von zwei Kindern ist:

Oder Georg Fraberger, der selbst sagt: „Viele können sich nicht vorstellen, dass ich glücklich bin.

Oder Joachim Schoss, der Gründer von Scout24.

SIE alle können sagen, dass sie sich trotz eines schweren Schicksals fürs Leben und Glück ENTSCHIEDEN haben. Und sie sagen, dass sie glücklich sind. Und wenn sie es können, dann kann ich es mit meinen paar Problemchen doch erst recht!

Natürlich gibt es auch genug Menschen da draußen, die sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden wollen. Sie haben nichts davon, außer ein hartes Leben. Findest Du das erstrebenswert? Na dann herzlichen GLÜCKwunsch!

Sicherlich gibt es da draußen auch viele, z.B. in Kriegsgebieten, die sicherlich nicht wirklich eine Wahl haben: sie kämpfen um ihr Leben in seiner grundsätzlichsten Form. Diese Menschen und deren Los ist ein ganz anderes Thema. Wir sollten sie nicht dazu missbrauchen, unsere eigene negative Einstellung zu entschuldigen: „Schau doch hin, so einfach, wie Du es meinst, funktioniert es nicht!“. Sorry, aber das ist einfach nur mies und faul.

Glücklich sein heißt nicht, GAR keine Sorgen zu haben

Ich glaube nicht, dass es Glück über 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche und 24 Stunden pro Tag und davon jede einzelne Sekunde gibt. Aus dem ganz einfachen Grund: wie würden wir Menschen dann noch unterscheiden können, was Glück und was kein Glück ist? Wir brauchen diesen Kontrast. Wir sind so konstruiert, dass wir Licht nur deswegen als Licht identifizieren können, weil es Dunkelheit gibt, Kälte, weil es Wärme gibt und Glück, weil es Unglück gibt. Mit Unglück meine ich nicht nur die großen Katastrophen, sondern auch einfach kürzere Schwierigkeiten, Momente der Traurigkeit oder des Unbehagens, die mal für eine Phase oder einen Moment im Leben auftauchen können. Außerdem sind wir oft selbst daran schuld, dass diese Momente problematisch werden: weil wir zu stur sind, weil wir nicht reflektieren oder lernen wollen. Wir verfluchen den Regen, statt uns über den gewässerten Garten zu freuen. Wir ärgern uns über einen arroganten Kunden, anstatt die Situation zu nutzen, unsere zwischenmenschlichen Kompetenzen zu verbessern.

Wenn ich über ein glückliches Leben spreche, geht es mir um das Große Ganze, also das gesamte Leben: Ich werde mein Leben nicht als unglücklich beschreiben, nur weil mich mein Freund verlassen hat oder ich einen Job verloren habe – spätestens bei der nächsten Beziehung oder dem neuen Job ist das „kurze Unglück“ vergessen.
Ich werde auch nicht bis ans Ende meiner Tage unglücklich bleiben, weil meine heiß geliebte Oma verstorben ist. Ich bin dann bei dem Gedanken traurig oder eine Zeitlang etwas mehr traurig. Aber mein Leben liegt dadurch nicht für ewig und immer in Trümmern. Kurze Momente der Traurigkeit (wobei „kurz“ hier für jeden eine andere Länge hat) entscheiden nicht über das mangelnde Lebensglück.

Das Lebensglück hat für mich etwas mit einer tiefen Zufriedenheit mit dem Leben und sich selbst zu tun, mit Freude und einer gewissen Gelassenheit. Mit der Fähigkeit, die Probleme als Herausforderungen oder vielleicht sogar als Chance zu sehen. Mit der Entscheidung fürs Leben anstatt gegen das Leben.

Wir haben Einfluss darauf, wie wir über die Dinge denken. Unser Denken beeinflusst unsere Gefühle.

Wir können die positiven oder die negativen Gefühle pflegen und hegen. Das liegt bei uns. Und je nach dem, für welche wir uns entscheiden, werden wir glücklich oder unglücklich sein.

Kurz gesagt: je mehr negative Scheiße Du in Deinem Kopf zulässt, desto beschissener wird Dir Dein Leben erscheinen.

Es gibt da eine Indianer-Geschichte, die das schön in Worte fasst (den Autor habe ich nicht gefunden, aber die Geschichte findet sich oft im Internet):

Ein Indianerhäuptling erzählt seinem Sohn eine Geschichte:
„Mein Kind, in jedem von uns tobt ein Kampf zwischen 2 Wölfen. Der eine Wolf ist böse. Er kämpft mit Neid, Eifersucht, Ärger, Sorgen, Arroganz, Egoismus, Gier, Selbstmitleid, Überheblichkeit, Lügen und Missgunst.

Der andere Wolf ist gut. Er kämpft mit Liebe, Frieden, Freude, Gelassenheit, Hoffnung, Güte, Großzügigkeit, Mitgefühl, Dankbarkeit, Wahrheit und Vertrauen.“

Der Sohn fragt: „Und welcher der beiden Wölfe wird gewinnen?“

Der Vater antwortet ihm: „Der, den du fütterst“

Glück steht und fällt mit der Fähigkeit, den guten Momenten im Leben einen wichtigeren Platz zuzuschreiben, als den schlechten. Und die schlechten als Wegweiser zu sehen, als Lernchancen zu nutzen.

Und eine Fähigkeit kann man lernen. Dem zugrunde liegt eine Entscheidung. Glück ist eine Entscheidung. DEINE Entscheidung!

Ich entscheide mich für Glück!

Ich will glücklich sein, egal, was mir mein Leben serviert.

27.02.16:

Es sind ja schon etliche Monate her, daß ich den Post geschrieben habe. Gestern bin ich zufällig über den Artikel von Silvia Chytil gestolpert: „Glück muss man können“. Die Menschen, welche Sylvia mit diesem Thema zum Austausch inspiriert hat und ihre Gedanken dazu lassen mich heute seit 2 Stunden über die beide Ohren grinsen. Ich sitze da wie ein kleiner Buddha und spüre der Glückseligeit nach, die sich in meinem Brustkorb breit macht. Ach das tut so gut, zu lesen, dass es doch so viele Menschen gibt, die sich für ihr Glück ENTSCHIEDEN haben und es auch sind! Ich glaube, das werde ich zu meiner Liste glücklichmachender Dinge dazuschreiben: über das Glück lesen!

Ja, Glück muss man können… Aber, um es zu können, muss man es TUN. Und vor dem Tun steht eine Entscheidung!

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für deine Entscheidung. Habe mich genau so bewusst entschieden, glücklich zu sein und dann lese ich deinen Blog😘👍
    Deine Worte geben mir zu meinen Gedanken noch visuelle verstärkung, wenn man das , was man denkt noch zusätzlich liest. Danke

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