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Mein Wohlfühl-Jahr – mein Ziel für 2017

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 29 Sekunden

Wohlbefinden-mein-Wohlfühl-Jahr-2017Das Jahr 2017 soll mein Wohlfühl-Jahr werden. Als ich meine Gedanken zu Neujahrsvorsätzen geschrieben habe, habe ich auch über meine eigenen Wünsche nachgedacht. Was wünsche ich mir? Wovon träume ich schon lange? Wonach sehne ich mich? Da gibt es tatsächlich eine ganze Liste kleiner und großer Dinge. Alle meine aktuellen Träume und Wünsche 2017 zu erfüllen wird nicht gehen. Also habe ich mich gefragt: Was davon ist mir am wichtigsten? Was würde mich glücklich machen? Und da kam zuerst Mal der etwas unspezifische Gedanke: „Ich möchte mich einfach nur wohl fühlen“. „Aha…“ – dachte ich mir – „Und was bedeutet das genau?“ Mein Verstand zog spöttisch eine Augenbraue. Aber später hat er tatsächlich angefangen, sich damit zu befassen.

Und hat festgestellt, dass das als Ziel gar nicht so komisch ist. Nach zwei Tagen hat der Wunsch eine konkrete Form angenommen:

Mein Wohlfühljahr

Dieses Jahr möchte ich mehr auf mein Wohlbefinden achten. Was meine ich damit?
Ich bin jemand, der alles auf einmal machen möchte, sich am liebsten zerteilen würde, auf 10 Hochzeiten gleichzeitig tanzen, auf nichts verzichten möchte. Das führt öfters dazu, dass ich im Eifer des Gefechts zu viele Zusagen mache – mir selbst und anderen gegenüber – und mich übernehme. Dann kommt meistens die Phase, in der ich sehr wohl längst weiß, dass ich mich übernommen habe, aber ich kann keinen Rückzieher machen. Ich habe es doch versprochen. Andere zu enttäuschen mag ich nicht. Ich möchte mich auf andere verlassen können und will daher auch selbst verlässlich sein.

Meine Neugierde treibt mich immer dazu, mir viel zu viele Dinge vorzunehmen. Ich will alles wissen, alles können, nichts verpassen. Ich mag mich so wie ich bin: neugierig, wissbegierig, ergründend. Allerdings ist das manchmal zu viel des Guten. Zum Beispiel wenn ich merke, dass ich keinen hundertfünfunddreissigsten Artikel zu einem bestimmten Thema lesen kann, sonst wird mir übel. Oder, wenn ich auf einmal keine Menschen mehr sehen kann und geräuschempfindlich werde.

Zu viel des Guten

Ein Stück Lieblingstorte oder auch zwei ist etwas Phantastisches. Aber eine ganze Lieblingstorte auf einmal kann einem ordentlich den Magen umdrehen.
Für dieses Jahr wünsche ich mir daher mehr Wohlfühlen. Ich werde mich öfter fragen, ob mir die jeweilige Situation, der jeweilige Mensch, Ort etc. gut tut. Und in welchem Ausmaß. Ich möchte nur soviel von der Lieblingstorte essen, wie gut für mich ist.

Vom Wunsch zur Realisierung

Damit der Wunsch auch eine reale Chance auf Erfüllung hat, brauche ich einen Plan. Ähnlich, wie wenn ich mir wünsche, einen bestimmten Ort zu besuchen:
• Ich schaue im Kalender, wann ich das machen kann
• Überlege, ob ich es alleine oder in Begleitung machen will
• Ggf. spreche ich schon mit meiner potentiellen Begleitung über meine Pläne
• Ich mache einen konkreten passenden Termin aus und trage ihn in den Kalender ein
• Plane, wie ich dorthin komme
• Ich schaue mir an, was ich dort alles sehen möchte, plane notwendige Zeiten, kaufe ggf. die Tickets etc., mache sonstige nötige Besorgungen
• Finanzielle Fragen gehören auch dazu: wie viel Geld brauche ich für mein Vorhaben?
• Ich notiere mir alles im Kalender

Kurz gesagt: ich wandele meinen Wunsch in einen Plan um. Damit rückt meine Idee aus dem Traum-Bereich in die Realität. So klappt es sicher mit der Wunscherfüllung.

Mein Plan für mein Wohlfühljahr

Genau das Gleiche mache ich jetzt mit meinem Wohlfühl-Wunsch. Damit ich ihn nicht aus den Augen verliere, habe ich einen Plan gemacht, der mich immer wieder auf die Spur bringen soll:

• Einmal im Monat werde ich einen Review machen: Trägt die Art, wie ich die letzten 4 Wochen gelebt habe, immer zu meinem Wohlbefinden bei?
• Einmal im Monat ein Wochenende nur für mich und meinen Mann: In dieser Zeit gibt es keine anderen Termine, keine Treffen mit Freunden oder Familie, keine Hausarbeit, Einkäufe, Steuererklärung oder ähnliches. Was wir konkret die zwei Tage machen, ist egal – solange es der Entspannung und der Zeit zu zweit dient. Der Termin darf verschoben, aber nicht abgesagt werden.
• Ich werde am 3. Februar-Wochenende (früher habe ich keine Zeit) eine Collage zum Thema Wohlfühlen machen – sie bekommt einen gut sichtbaren Platz in meinem Haus und wird mir als Erinnerungsstütze dienen, mich öfters zu fragen: Fühle ich mich gerade wohl und wenn nicht, warum? Ich möchte auch in jedem Raum im Haus ein kleines selbst gebasteltes Wohnaccessoir als ähnlichen Reminder hinstellen.
• Mehr Priorität und weniger Druck auf Yoga und Mediation – ich mache am liebsten 30 Minuten Yoga. Danach meditiere ich noch 10-20 Minuten. Es gibt allerdings Tage, da fällt es mir schwer, mir diese Zeit zu nehmen. Ich verschiebe es so lange, bis ich es ganz sein lasse. Ab sofort gibt es an solchen Tagen 5 Minuten Yoga: 5 Minuten ist besser als gar nicht. Und 5 Minuten hat wirklich jeder übrig ;-)

Ich habe vor einiger Zeit über Balance geschrieben. Es liegt in ihrer Natur, zu kippen und zurückgewonnen zu werden. Und sie muss geübt werden. Mein Wohlfühl-Jahr ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg.

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