Try Happiness!

Zuerst eine traumatische Suche und dann doch ein Traumurlaub – und was ich dieses Jahr erkannt habe

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TraumurlaubDie diesjährige Suche nach einem Urlaubsspot hat mich zu ein paar wichtigen Erkenntnissen geführt:

  • Ich muss wissen, WAS ich will – dann finde ich es schnell
  • Ich muss nicht den BESTEN Urlaub finden – es reicht, wenn er traumhaft ist
  • An der Erfüllung von Wünschen sollte man nicht sparen – auch nicht geldtechnisch

Bisher war meine Einstellung zur Urlaubsbuchungen: ICH HASSE ES! Ich hasse dieses ewige Herumsurfen im Internet, das Abrufen von unzähligen Seiten mit tollen Bildern, hinter denen sich eine mittelmäßige Realität verbirgt. Das ich immer wieder vom Neuen anfangen muß, nachdem sich herausstellt, dass für den ausgesuchten Zeitraum nichts mehr frei ist. Oder der Preis auf einmal um 30% höher ist!

Aber ohne Suche gibt es keine Buchung und ohne Buchung keinen Urlaub. Und ich wollte in den Urlaub! Also haben wir, wie jedes Jahr, uns dann irgendwann doch notgedrungen an die Rechner gesetzt und angefangen, zu suchen. Nach 30 Minuten war ich schon wieder leicht hysterisch und genervt.

Wenn Du weißt, WAS GENAU Du willst, dann findest Du es!

Dann hat mein Mann eine geniale Idee gehabt, das Ganze wie ein Kundenprojekt anzupacken: und zwar vorher abzuklären, welche Anforderungen wir beide an den Urlaub haben. Ähhm, ja… eigentlich sollte das ja klar sein, dass man so etwas macht, aber irgendwie sind wir vorher nie darauf gekommen.

Also haben wir uns gefragt:

  • was jeder von uns vom Urlaub erwartet
  • was jeder von uns im Urlaub braucht
  • was jeder von uns beiden im Urlaub absolut nicht haben will

Dabei kam raus, es muss:

  • warm sein
  • einen schönen weißen Strand haben
  • sauberes Wasser zum Schwimmen
  • Kokospalmen
  • Hausriff
  • Tauchbasis
  • möglichst All-Inclusive
  • im November stattfinden

Damit wurde die Suche dann schon mal deutlich eingeschränkt und die Wahl vereinfacht. Und ich ruhiger. Auf einmal war es nicht mehr so chaotisch und nicht mehr so nervenaufreibend.

Schon mal vor Jahren haben wir uns unseren Traum von weißen Stränden, sich über dem Wasser beugenden Kokospalmen und türkisem warmem Meereswasser erfüllt. Damals war das in der Dominikanischen Republik. Es war sehr schön und wir denken gerne an diese Wochen und die Erlebnisse dort. Dieser Urlaub hat eben all unsere Urlaubs-Kriterien erfüllt. Damals haben wir noch nicht gewusst, dass wir damit einen Standard für uns setzen werden, der für die Zukunft gelten wird.

Es muss nicht immer das BESTE sein, es reicht, wenn es gut genug ist.

Dieses Mal ist mir auch bewusst geworden, was mich so besonders bei der Suche stresst: ich will keinen Fehler machen und den GÜNSTIGSTEN Urlaub finden, der aber auch meine Kriterien erfüllt. Die Perfektionistin in mir hat wieder zugeschlagen. Sie hätte wahrscheinlich 300 Stunden mit der Suche verbracht, bis sie alles gesehen hätte, was das Internet so zu bieten hat! Ja nicht irgendetwas verpassen! Wie krass ist das denn?! Nachdem mir klar wurde, was da abläuft, konnte ich locker lassen: ich kann nur das Beste von dem wählen, was ich gefunden habe. Und das Letzte muss nicht aus allem bestehen, was es gibt. Schluss mit dem Wahnsinn!

Mit dieser neuen Einstellung war die weitere Recherche dann gar nicht mehr so schlimm.

Als wir dann von Fihalhohi eine wunderschöne Internetseite gefunden haben, die sehr genau die Insel darstellt, haben wir ziemlich schnell gewusst: da wollen wir hin! Wir konnten uns auf den sehr genauen Fotos anschauen, was uns erwartet. Die Tauchbasis war ebenfalls super detailliert im Internet beschrieben. Ein paar Bewertungen und Berichte von anderen Reisenden haben uns die Entscheidung erleichtert.

Die Wahl fiel also auf die Malediven.

Und die Malediven haben die Karibik absolut getoppt.

Es war bisher der teuerste Urlaub, aber auch der beste! Zwei Wochen pure Entspannung und Glück.

Fokussiere Dich auf das Schöne, dann übersiehst Du Hässliches

Es war wirklich traumhaft! Ein Ort zum Abhängen, Seele baumeln lassen, sich verwöhnen lassen, abschalten… Ich habe am Anfang des Urlaubs „beschlossen“, dass er gelungen sein wird. Erstaunlicherweise hat mir das sehr dabei geholfen, über ein paar „Kleinigkeiten“, die nicht so toll waren, hinwegzuschauen. Ich habe mich einfach auf das Schöne und Angenehme konzentriert. Das hilft ungemein, das Glück einzufangen und den Moment zu genießen! Das Aufstehen (endlich wieder an die frische Luft), Frühstück (oh ja, ich hab sooo Hunger!), Entspannen auf der Liege am Strand (sich von der warmen Luft verwöhnen lassen, nichts tun, Kopf abschalten), Tauchen (immer wieder neue Lebewesen und Eindrücke), Mittagessen (oh, schon wieder Hunger! Mal sehen, was es heute Interessantes gibt), dann wieder Strand und Tauchen, vielleicht ein Spaziergang zwischendurch, Abendessen, ein Glas Wein und schlafen. Und auch auf das Letzte habe ich mich gefreut, denn der Körper hat anscheinend jetzt den Tribut für die vergangenen anstrengenden Monate gefordert.

Für zwei Wochen war das unser 10 Hektar großes grünes Glück, umringt von einem wunderschönem weißen Strand, einer blauen Lagune, und mit tollen Korallenriffen, die nicht mal nach 20 Tauchgängen langweilig werden.

Wir sind wunderbar erholt zurückgekommen. Wie noch nie bisher!

Spare nie am Glück!

Das war der schönste, wenn auch gleichzeitig der teuerste Urlaub, den wir bisher gemacht haben. Aber wir bedauern keinen Cent. Es hat sich wirklich gelohnt und wir würden es immer wieder machen. An Dingen, die einen glücklich machen, an Traumerfüllung, sollte man eben nicht sparen. Aber welche Dinge dafür geeignet sind, dass muss schon jeder für sich selbst herausfinden. Die Prioritäten sind da eben von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich…

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